Teruyuki Okazaki – Der Bewahrer der traditionellen Shotokan-Lehre
Biografie und Leben
Teruyuki Okazaki wurde am 22. Juni 1931 in Fukuoka, Japan, geboren (1931-2020). Schon in jungen Jahren zeigte er großes Interesse an den Kampfkünsten und begann sein Karate-Training an der Takushoku-Universität unter der Anleitung von Funakoshi Gichin, dem Begründer des modernen Karate, und Masatoshi Nakayama. Durch seinen außergewöhnlichen Ehrgeiz und seine technischen Fähigkeiten wurde er zu einem der herausragendsten Schüler der Japan Karate Association (JKA).
Teruyuki-Okazaki – Der Verbreiter der Shotokan Tradition
Nach seinem Abschluss widmete sich Okazaki der Verbreitung des Karate und spielte eine zentrale Rolle bei der internationalen Expansion dieser Kampfkunst. 1961 zog er in die Vereinigten Staaten, wo er das Karate-Training systematisierte und organisierte. Dort gründete er 1977 die International Shotokan Karate Federation (ISKF), eine Organisation, die sich der Bewahrung der ursprünglichen Werte des Shotokan-Karate widmete.
Beitrag zum Karate
Okazakis Arbeit war entscheidend für die Strukturierung und Standardisierung des Shotokan-Karate auf internationaler Ebene. Als Verfechter der traditionellen Werte betonte er die Wichtigkeit von Disziplin, Respekt und technischer Präzision. Sein Fokus lag auf der Förderung einer strengen, systematischen Ausbildung, die es Karateka ermöglichte, sowohl körperlich als auch geistig zu wachsen.
Ein bedeutender Beitrag von Okazaki war die Weiterentwicklung eines wissenschaftlichen Trainingssystems, das die biomechanischen Prinzipien des Karate analysierte und optimierte. Mit seinem tiefgehenden Wissen über Körpermechanik und Kampfkunstmethodik konnte er neue Maßstäbe für die Effektivität der Techniken setzen und das Training nachhaltig verbessern.
Philosophie und Lehren
Für Okazaki war Karate mehr als eine Kampftechnik – es war eine Lebensweise. Er betonte stets die Bedeutung von moralischen Werten wie Respekt, Bescheidenheit und Selbstkontrolle. Seine Lehren basierten auf den Prinzipien des lebenslangen Lernens und der kontinuierlichen Selbstverbesserung.
Ein zentrales Element seiner Philosophie war die Idee der „geistigen Haltung“ im Karate: Techniken sollten nicht nur mechanisch ausgeführt, sondern mit vollem Bewusstsein und innerer Haltung praktiziert werden. Dies verankerte er in seinen zahlreichen Publikationen und Seminaren, die weltweit Einfluss auf das Karate-Training hatten.
Einfluss auf andere Meister
Als Lehrer bildete Okazaki viele renommierte Karate-Meister aus, die seine Lehren weitertrugen und das traditionelle Shotokan-Karate auf der ganzen Welt etablierten. Seine Schüler waren maßgeblich daran beteiligt, Karate als Wettkampf- und Kampfkunstdisziplin in verschiedenen Ländern zu verankern.
Zudem hielt er internationale Lehrgänge ab, bei denen er seine tiefgehenden Kenntnisse über Karate und seine methodischen Ansätze weitergab. Dadurch prägte er Generationen von Karateka und trug entscheidend zur Verbreitung des traditionellen Shotokan-Karate bei.
Vermächtnis
Teruyuki Okazaki bleibt eine der herausragendsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Shotokan-Karate. Sein unermüdlicher Einsatz für die Bewahrung der ursprünglichen Prinzipien, seine wissenschaftlichen Analysen der Techniken und seine internationalen Bemühungen haben das Karate nachhaltig geprägt. Dank seiner Arbeit bleibt das traditionelle Karate bis heute eine weltweit respektierte Kampfkunst, die von Millionen von Menschen praktiziert wird.
Zusammenfassung
Teruyuki Okazaki war ein bedeutender Botschafter des Shotokan-Karate. Als Schüler von Funakoshi Gichin und Masatoshi Nakayama spielte er eine entscheidende Rolle in der Standardisierung und Internationalisierung des Karate. Sein wissenschaftlicher Ansatz, seine methodische Lehrweise und seine Philosophie der ständigen Verbesserung haben das Karate maßgeblich beeinflusst. Sein Vermächtnis lebt in den Praktiken und Lehren unzähliger Karateka weltweit weiter.
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